Aufregung um heimlich gefilmte Tali­ban-An­schlags­pläne: Gott sei Dank nur ‚bsoffene Gschicht‘

Versammlung afghanischer Männer
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Das Ibiza-Video mit HC Strache und Johann Gudenus ist noch in aller Munde, da sorgt bereits ein weiteres heimlich aufgenommenes Video für eine Welle der Empörung in den sozialen Medien: Mehrere afghanische Taliban wurden mit versteckter Kamera und völlig ohne deren Zustimmung dabei gefilmt, wie sie potentielle Anschlagspläne und -ziele in Österreich besprechen!


Das Treffen wurde offenbar von einem fingierten Waffenhändler eingefädelt, der den Taliban Kriegsgerät im Wert von 250 Millionen Euro in Aussicht stellte. In dem sechsstündigen Video, aus dem bisher nur vereinzelte Ausschnitte veröffentlicht wurden, werden konkrete Pläne gewälzt, wie in Österreich ein Gottesstaat errichtet und ein Anschlag auf das Hauptorgan der Ungläubigen, die Kronen Zeitung, verübt werden könne.

Der falsche Waffenhändler präsentierte bei dem Treffen den Islamisten unter anderem auch österreichische Steyr AUG Sturmgewehre und Munition. Einer der heimlich gefilmten Macho-Taliban ist dabei mit dem begeisterten Ausruf ‚Bist du deppert, ist die scharf! Mit diesem geilen Zeugs geht das alles zack, zack, zack!‘ zu hören.

In den sozialen Medien entlud sich so wie schon bei dem Filmmaterial aus Ibiza neuerlich jede Menge Unmut und Zorn über das offensichtlich illegal verfasste Video: ‚Muss sich ab sofort jedermann fürchten, dass er in eine Falle gelockt und heimlich und überall gefilmt wird?!‘, fragt etwa auf Facebook User Marten Schett, dem Datenschutz über alles geht. ‚Bevor ich nicht das gesamte Video gesehen habe, besteht für mich die Unschuldsvermutung!“ oder ‚Da stecken sicher die Juden und Tal Silberstein dahinter!‘, so einige der entrüsteten Kommentare.

Doch wie sich mittlerweile herausgestellt hat, dürfte die Aufregung ohnehin umsonst gewesen sein, denn bei der Besprechung der Taliban war offenbar jede Menge Alkohol – und wohl auch Opium – im Spiel, so dass bei den heimlich gefilmten Anschlagsplänen der Islamisten Gott sei Dank nur von einer ‚bsoffenen Gschicht‘ auszugehen ist. Mit einem Wort: Nix is‘ g’schehn, alles gut! Dennoch muss man sich mittlerweile fragen: Ist eigentlich noch irgendwer sicher vor derlei dreisten, versteckten Filmaufnahmen!