30 Jahre ORF sind genug: Sepp Forcher wechselt zu MTV

Sepp Forcher künftig Moderator bei MTV
Bild-Quellen: Helmuth Furch (Diskussion) – Own work, selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0 de, Link & Wikimedia Commons & Pixabay; Bildbearbeitung mit GIMP

Mehr als drei Jahrzehnte lang war er Gesicht und Aushängeschild der höchst erfolgreichen Musiksendung ‚Klingendes Österreich‘, nun ist es offenbar Zeit für einen Neuanfang: Sepp Forcher wechselt vom ORF zum Musiksender MTV und soll dort ab Herbst das Hip-Hop-Magazin ‚Straight outta Compton‘ moderieren.


Statt ‚Griaß Gott in Österreich‘ wird der 88-Jährige sein Publikum künftig also wohl mit ‚Yo man!‘ begrüßen. Sepp Forcher zu seiner neuen Rolle bei MTV Germany: „Dieser Genre-Wechsel dürfte für so manchen wahrscheinlich ein wenig überraschend kommen. Aber Freunde, die mich schon länger und näher kennen, werden bestätigen, dass ich privat eigentlich nur wenig mit Volksmusik am Hut gehabt habe und in Wirklichkeit schon immer ein leidenschaftlicher Hip-Hopper gewesen bin!“

Spätestens seit dem Album ‚3 Feet High and Rising‘ des Hip-Hop-Trios De La Soul aus Ney York City sei der ORF-Quotenbringer dieser Musikrichtung verfallen. Gemeinsam mit Ehefrau Helene stöbere er seither oft stundenlang in diversen Plattenläden, stets auf der Suche nach neuen, unbekannten Hip-Hop-Künstlern und lässigen DJ-Raritäten, so der TV-Moderator.

Mit 88 sei er außerdem nicht mehr so gut bei Fuß, ihm sei das Wandern von einer Alm zur nächsten für die Sendung ‚Klingendes Österreich‘ zunehmend schwer gefallen, so der frühere Bergfex und ehemalige Hüttenwirt Forcher: „Da kommt es mir gerade recht, dass ich bei MTV in erster Linie im Studio sitzen und ein wenig an den Turntables drehen kann.“

Über Sepp Forchers Ablösesumme wurde gegenseitiges Stillschweigen vereinbart. Insider sprechen allerdings davon, dass der Sensations-Transfer zu MTV dem ORF einen höheren zweistelligen Millionenbetrag bescheren dürfte. Wer Forchers Nachfolger bei ‚Klingendes Österreich‘ werden wird, stehe derzeit noch nicht fest, so ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Hinter den Kulissen kursieren allerdings bereits zwei prominente Namen: RAF Camora sowie Sido haben dem Vernehmen nach gute Chancen – und haben offenbar auch bereits Interesse bekundet!