Vorbild russische Kühe: Käfig­hühner geben dank VR ab so­fort Frei­land­eier

Käfighuhn dank VR-Brille ab sofort Freilandhuhn
Bild-Quellen: Pixabay; Bildbearbeitung mit GIMP

Die geniale Idee aus Russland, Kühen Virtual-Reality-Brillen (VR) aufzusetzen und ihnen Bilder von saftig grünen Wiesen vorzugaukeln, damit die Rinder mehr Milch geben, hat unter heimischen Landwirten enorme Beachtung erfahren. Und hat hierzulande bereits einen ersten Nachahmer gefunden!


Ein findiger steirischer Eierproduzent hat sich von dem russischen Kniff inspirieren lassen und diesen auf sein Federvieh umgelegt: Zwei Drittel seiner rund 60.000 Legebatterie-Hennen wurden bereits mit VR-Brillen ausgestattet und genießen ab sofort statt engstem Käfigraum und fader Sojakost endlosen Auslauf mit unzähligen Misthaufen und ein Geflügel-Schlaraffenland, in dem es vor richtig dicken Würmern, Käfern und Raupen nur so wimmelt!

Und die Investition dürfte sich schon alsbald bezahlt machen, denn konnte der Landwirt sein Produkt bisher lediglich als Eier aus Käfighaltung an den Mann bringen, verkauft der gewiefte Steirer dank virtuellem Auslauf im Freien seine Hühnereier fortan als qualitativ hochwertige Freilandeier – und somit zu einem wesentlich besseren Preis!

Ob die Eier künftig sogar den Code 0 aufgedruckt bekommen und somit als Bio-Eier im Supermarkt-Regal landen, wird derzeit noch geprüft: Die den Tieren eingeblendeten Würmer stammen laut Landwirt jedenfalls aus einer virtuell zertifizierten Bio-Zucht.

Auch wenn es bei Freilandeiern bleibt – für den Landwirt und seine Hühner ist das Experiment schon jetzt ein Riesenerfolg, das schlechte Image einer verpönten Käfighaltung ist der Eierproduzent praktisch über Nacht losgeworden. Und das Beispiel zeigt eindrucksvoll, was heutzutage mittels Digitalisierung in der modernen Landwirtschaft alles möglich ist!