Gezielter Einsatz von Akkordeon-Spielern wirkt: 92% weniger Spaziergänger und Parkbesucher in Wien

Akkordeon-Spieler sollen dabei helfen, dass Menschen zu Hause bleiben
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In den letzten Tagen war immer wieder von unzähligen Unbelehrbaren zu lesen, die glauben, sich nicht an die Corona-bedingten #StayHome-Anweisungen halten zu müssen. Nachdem weder vermehrte Polizeipräsenz noch reihenweise Anzeigen samt empfindlicher Strafen Wirkung gezeigt haben, setzt man in Wien seit einigen Tagen gezielt Akkordeon-Spieler als Social Distancing-Helfer im öffentlichen Raum ein.


Und das offenbar mit durchschlagendem Erfolg, wie Bürgermeister Michael Ludwig im Rahmen einer Pressekonferenz heute Nachmittag bekanntgab: „Die Anzahl der Wienerinnen und Wiener, die seither noch freiwillig aus dem Haus gehen, ist durch diese neue Anti-Corona-Maßnahme annähernd auf Null zurückgegangen!“

Zwischen der Gefahr, dass einem die Decke auf den Kopf fällt und dem Risiko, beim Gang ins Freie einem Akkordeon-Spieler zu begegnen, empfindet offenbar eine deutliche Mehrheit Ersteres als das geringere Übel und zieht es vor, in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Gut 92% weniger Spaziergänger und Parkbesucher zählte man laut Ludwig auf Grund dieser Maßnahme zuletzt auf den Flaniermeilen und in den Wiener Parks!

Um auch noch die restlichen 8% vom zu Hause bleiben zu überzeugen, sucht die Stadt Wien zusätzlich zu Akkordeonisten ab sofort auch noch peruanische Panflöten-Spieler sowie Spendenkeiler von Greenpeace, Vier Pfoten und diverser weiterer NGOs. Mit allen zusammen soll es gelingen, wienweit und bis hinaus in die Außenbezirke alle hundert Meter und rund um die Uhr einen dieser Social Distancing-Helfer zu postieren.

Geht es nach Bürgermeister Ludwig, werde er mit Hilfe dieser Maßnahmen spätestens zu Ostern auf den Balkon des Belvederes treten und dort die Corona-Frohbotschaft ‚Wien ist frei!‘ verkünden können.