Peinlicher Bericht über Kanzler Kern und Jean-Claude Juncker: News Network Breitbart blamiert sich gleich doppelt

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Ein paar Tage nach dem kleinen Hoppala in einer dominikanischen Tageszeitung, bei der irrtümlich ein Bild von Alec Baldwin aus einer Late Night Show anstatt eines Fotos des amerikanischen Präsidenten Donald Trump abgedruckt wurde, passierte nun dem amerikanischen News Network Breitbart ein weit größerer Fauxpas: Auf seiner Homepage brachte das Online Magazin eine Headline über das Treffen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit dem österreichischen Kanzler und patzte dabei offenbar gleich doppelt.


Dass es die Nachrichten-Website Breitbart mit seinen Recherchen nicht immer ganz genau nimmt, hat die Vergangenheit gezeigt und wird durch diesen Bericht neuerlich offensichtlich: Offenbar bezogen die Redakteure des News Networks ihr Wissen über Österreich aus dem Satire-Video ‚Austria second‚. Wie sonst erklärt es sich, dass der österreichische Bundeskanzler in dem Bericht als ‚Humphrey Bogart‘ bezeichnet wird?! So gesehen verwundert es dann auch nicht, dass als Bild für unseren Kanzler ein Foto des Hollywoodstars aus dem Filmhit ‚Casablanca‘ zum Einsatz kommt.

Als wäre das allein nicht schon peinlich genug, blamierte sich die Website gleich nochmals: So macht sich das Magazin in seiner Titelstory über einen ’sichtlich illuminierten‘ EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker lustig, der seinen österreichischen Gast fälschlicherweise mit dem Namen ‚Hawara‘ begrüßt! In seinem Bericht unterstellt das News Network dem EU-Präsidenten, dass er vor dem Treffen zu tief ins Glas geschaut habe. Diese Konstruktion dürfte offenbar auf Online-Recherchen der Breitbart-Redakteure beim österreichischen News-Portal oe24.at zurückgehen.

Kanzler Kern, angesprochen auf die komplett danebenliegende Meldung des amerikanischen Newsportals, nahm die Sache erstaunlich gelassen: „Ich gehe nicht davon aus, dass irgendjemand Beiträge dieses Online-Portals tatsächlich für relevant hält. Mal im Ernst, das ganze ist doch offensichtlich ein unwitziger, verfrühter April-Scherz, darauf fällt sicher niemand rein! So gesehen rangiert die ganze Geschichte für mich in der Kategorie ‚Schlechte Wuchtel‘.“ Und mit einem Schuss Ironie ergänzt der Bundeskanzler: „Na wenigstens haben die Redakteure den Namen unseres Landes richtig auf die Reihe gebracht – und uns ausnahmsweise einmal nicht mit Australien verwechselt!“

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