Oregano, Parmesan und Knob­lauch­duft: Die Spaghetti-Märkte haben wieder geöffnet

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Wie jedes Jahr um diese Zeit weht auch heuer wieder der verführerische Duft von Parmesan, Oregano und Knoblauch durch die Straßen Wiens: Es ist die Zeit der Spaghetti-Märkte mit ihren Nudel-Buden, buntem Farfalle-Schmuck und den omnipräsenten ‚Al dente‘- bzw. ‚Ramen‘-Rufen der Standler mit dem Nudelsieb am Kopf. Der jahrmillionenalte Brauch geht auf das sogenannte Pasta-Fest zurück, bei dem die Pastafari der Übergabe der acht ‚Mir wär’s wirklich lieber, du würdest nicht …‘ durch das Fliegende Spaghettimonster an den Piratenkapitän Mosey gedenken.


Der Pastafarianismus gilt gemeinhin als älteste Religion der Welt. Bereits die Menschen in der Steinzeit feierten einmal jährlich das sogenannte Pasta-Mahl. Während in der Urzeit die Vollkornnudeln in erster Linie zusammen mit grob gehackten Mammut-Fleischklößchen gegessen wurden, wird heutzutage die Pasta in den verschiedensten Variationen und in Kombination mit den raffiniertesten Soßen genossen.

Jetzt ist es also wieder Zeit für die Pasta-Standler und ihre dampfenden Nudelgerichte. Die Spaghetti-Märkte in Schönbrunn und am Spittelberg öffnen ihre Pforten bereits diesen Sonntag, die Nudel-Buden am Karlsplatz und im alten AKH folgen kommenden Mittwoch. Wie schon in den vergangenen Jahren dürften auch heuer wieder Ramen – eine japanische Nudelart, die vorwiegend als Nudelsuppe serviert wird – der Renner sowohl bei den Einheimischen als auch den zahlreichen Touristen sein.

Zwar haben andere Religionen versucht, die Spaghetti-Märkte zu kopieren – beispielsweise die im Christentum weitverbreiteten Adventmärkte – doch an das Original der Pastafari kommen diese nicht heran. Dem Vernehmen nach kommt Wien heuer eine besondere Ehre zu: Der FSM-Prophet Bobby Henderson hat sich als Besucher des Spaghetti-Marktes in Schönbrunn angekündigt. Und dürfte dort wohl seinen berühmten Segen ‚Lasagne et Penne‘ spenden. Welch Frohbotschaft!

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