Lebens­mittel-Skandal: Minder­wertige deutsche Produkte in Österreichs Supermarkt­regalen

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Als vor wenigen Tagen Ungarn und die Slowakei Kritik daran äußerten, in ihren Ländern würden Produkte mit geringerer Qualität verkauft als in den westlichen Herstellerländern – darunter auch Österreich –  kostete das die heimischen Konsumenten nur ein mildes Lächeln. Doch nach Bekanntwerden der Ergebnisse eines umfassenden Warentests, den der Verein für Konsumenteninformation (VKI) an diversen deutschen Markenprodukten durchgeführt hat, die auch bei uns in den heimischen Supermarktregalen verkauft werden, dürfte den Verbrauchern hierzulande das Lächeln wohl rasch vergehen.


Dr. Clemens Frohnbichler, zuständig für Lebensmittelkontrollen beim VKI, schildert einige der Beispiele, die den Warentestern bei der durchgeführten Untersuchung negativ aufgefallen waren: „Während beispielsweise die in Deutschland hergestellte Milch-Schnitte dort als regelrechte Milch-Bombe gilt und diese bei unserem Nachbarn sogar an Schulen auf Grund der besseren Haltbarkeit die Schulmilch verdrängt hat, konnten wir in den in Österreich gekauften Milch-Schnitten gerade einmal Spurenelemente von Milch entdecken.“

Und es gibt weitere Beispiele, wo die Deutschen uns Ösis offenbar ordentlich übers Ohr hauen. Dr. Frohnbichler: „Genau aufpassen heißt es bei der Orangen-Limonade von Frucade. Hier sollte man unbedingt darauf achten, wo diese hergestellt wurde. Ist diese ‚Made in A‘, wird sie ihrem Slogan ‚Soviel Frucht ist nicht zu fassen‘ vollauf gerecht. Stammt das Kracherl jedoch aus Deutschland und wurde dieses nach Österreich exportiert, enthält die Limo einen Fruchtanteil, der geradezu ein Witz ist!“

Auch was den guten alten Zucker betrifft, wird uns Österreichern offenbar immer öfter stattdessen billiger Ersatz untergejubelt. Praktisch kein ‚deutscher Joghurt‘ kommt hierzulande noch ohne Saccharin und Co. in den Handel. Und auch was den Fettanteil betrifft, fallen deutsche Molkereiprodukte in den heimischen Regalen meist ziemlich mager aus.

Doch die größte Sauerei laut Dr. Clemens Frohnbichler sei eindeutig deutsches Bier: „Wir haben diverse Biermarken untersucht, von Krombacher über Bitburger bis hin zu Warsteiner – und kamen praktisch immer zum selben Ergebnis: Diese Marken enthalten wenig Bier, dafür umso mehr Wasser! Wenn die Flaschen in einer Reihe mit Vöslauer Balance oder Römerquelle Emotion stehen, dann würden wir es verstehen, aber im Bierregal haben diese definitv nichts verloren! Wir haben das zwar nicht mit dem Bier aus deutschen Supermärkten verglichen, aber wir gehen nicht davon aus, dass sie den eigenen Leuten so etwas Minderwertiges verkaufen könnten.“

Nach explodierenden Baumarkt-Preisen jetzt also auch noch die Österreicher als Konsumenten zweiter Klasse zu behandeln gehört sich einfach nicht in einer guten Nachbarschaft! Und sollten wir Ösis uns auch auf keinen Fall länger gefallen lassen. Hier ist eine Intervention auf höchtser EU-Ebene gefordert. Und weil das derzeit ohnehin gang und gäbe ist, sollte zumindest auch gleich der deutsche Botschafter in Wien einbestellt werden!

Doch die europäischen Mühlen mahlen bekanntlich langsam. Und bis auf dieser Ebene etwas erreicht werden kann, sollten wir es den Deutschen mit gleicher Münze heimzahlen: Kommen sie als Gäste zu uns, dann werden wir den Piefkes künftig den eigenen minderwertigen Mist zum Fraß vorsetzen. Und höchste Zeit für ein zweites Cordoba wäre es eigentlich auch wieder einmal. Und die zwölf Punkte von Österreich für den deutschen Beitrag beim Song-Contest, die können sich unsere Nachbarn nach soviel Verarsche wohl endgültig einrexen …

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