Junge ÖVP: Sebastian Kurz möge erst gar nicht als Parteiobmann antreten

Bild-Quellen: Junge ÖVP Bundesorganisation – Junge ÖVP, Lichtenfelsgasse 7, A-1010 Wien, Logo, Link, AiluraEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link. Bildbearbeitung mit GIMP.

Mit dem Beginn des Frühlings scheint auch ein Aufbegehren der Parteijugend einherzugehen. Erst kürzlich legten die Jungen Grünen Parteiobfrau Eva Glawischnig in einem offenen Brief den Rücktritt nahe. Und nun prescht eine weitere politische Jugendorganisation mit einem Appell vor, der ebenfalls den Parteivorsitz der eigenen Partei betrifft: Die Junge ÖVP veröffentlichte auf ihrer Homepage ein Schreiben, in dem Sebastian Kurz wärmstens ans Herz gelegt wird, erst gar nicht als ÖVP-Parteiobmann anzutreten!


Während die Rücktrittsaufforderung der Jungen Grünen damit begründet wird, dass die Frontfrau Eva Glawischnig ’nicht mehr das Feuer und den Enthusiasmus für den notwendigen demokratischen Aufbruch habe‘, befindet die Junge ÖVP, dass der aktuelle Außenminister zwar Feuer Ende nie und auch Enthusiasmus bis zum Abwinken mitbringe, aber gerade deshalb sich nicht ein Himmelfahrtskommando namens ÖVP-Parteiobmann antun solle.

In dem Text der Jungen ÖVP, der auch von ihrem Bundesobmann unterzeichnet ist, heißt es wörtlich: „Zwar trauen wir Sebastian Kurz durchaus zu, als Spitzenkandidat der ÖVP Platz 1 bei der Nationalratswahl einzufahren, doch dieser Erfolg käme einem Pỵrrhussieg gleich. Denn bei 9 Landesorganisationen und 6 Bünden gibt es bei jedem ÖVP-Regierungsteam, das Sebastian Kurz zusammenstellt, unweigerlich Verlierer. Und damit wäre der Beginn der nächsten Obmanndebatte trotz Wahlsieges bereits eingeläutet. Wir von der Jungen Volkspartei sind der Meinung, dass für die Funktion des ÖVP-Parteiobmannes weniger qualifizierte Personen aus der Partei besser geeignet wären, um die es weniger schade wäre, wenn sie in den realpolitischen Mühlen der Partei zerrieben werden.“

In einer ersten Reaktion zeigte Parteichef Reinhold Mitterlehner großes Verständnis für die Empfehlung der Jungen Volkspartei. Der Vizekanzler: „Die Junge ÖVP hat in der Volkspartei seit eh und je bei sämtlichen Personalentscheidungen ein gewichtiges Wort mitzureden. Ich bin der Parteijugend dankbar für diese ehrliche und messerscharf beobachtete Einschätzung der eigenen Partei. Und ich sehe in dieser Empfehlung den persönlichen Auftrag, auch künftig als ÖVP-Parteiobmann den bisher so erfolgreichen Weg weiter zu gehen.“

Wir von der Entenpost wollten natürlich von Sebastian Kurz selbst eine Stellungnahme zu den Aussagen der Jungen ÖVP zu seiner Person einholen, doch der Außenminister ließ uns über seinen Sprecher nur ausrichten, ‚der Minister habe in dieser Angelegenheit eigentlich bereits alles gesagt!‘

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