Martin Schulz: Keine Stimmen in Deutschland – neuer Versuch beim Eurovision Song Contest 2018

Bild-Quellen: Foto-AG Gymnasium Melle, CC BY-SA 3.0, Link, Unbekannt – SVG erstellt mit Adobe Illustrator, Logo, Link; Bildbearbeitung mit GIMP

Mit den Stimmen in Deutschland wird es offenbar nichts! Nach dem Saarland und Schleswig-Holstein klappte es auch in Nordrhein-Westfalen nicht so wirklich mit dem Schulz-Effekt. Der bisherige Spitzenkandidat für die SPD bei der Bundestagswahl im Herbst scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und kündigte heute Vormittag überraschend an, sich beruflich neu orientieren zu wollen. Sein neues ehrgeiziges Projekt: Für Deutschland beim Eurovision Song Contest 2018 in Portugal ins Rennen gehen zu wollen.


Während die Medienvertreter bei der am Vormittag anberaumten Pressekonferenz eigentlich davon ausgegangen waren, dass Schulz neue Strategien präsentieren würde, mit denen er gedenke, Angela Merkel im Herbst bei der Bundestagswahl doch noch abhängen zu können, überraschte der bisherige SPD-Spitzenkandidat die Öffentlichkeit mit seiner Ankündigung: „Ich habe eingesehen, dass die Bundespolitik doch etwas ganz anderes ist als meine vorherige Tätigkeit auf europäischer Ebene. In Deutschland gelingt es mir offenbar nicht, Stimmen von der Bevölkerung zu bekommen. Beim ESC ist das egal, da kommt es lediglich auf  jene aus dem restlichen Europa an. Und deshalb werde ich ab sofort meine ganze Kraft dafür aufwenden, Deutschland nächstes Jahr in Portugal beim Song Contest vertreten zu können!“

Wie ernst es Martin Schulz mit diesem Vorhaben meint, demonstrierte er eindrucksvoll bei seinem Auftritt vor der Presse und einem brandneuen Tattoo mit dem ESC-Logo auf seiner Stirn. Dazu Martin Schulz: „Mit Tattoos hab‘ ich’s normalerweise ja nicht so. Aber wenn du beim ESC Erfolg haben möchtest, dann musst du dich als leidenschaftlicher Künstler und von deiner jugendlichen, ja wohl auch ein wenig von deiner rebellischen Seite zeigen. Ich möchte noch nicht zuviel verraten, aber ein Piercing ist ebenfalls bereits geplant!“

Die Erfolgschancen für Schulz dürften relativ gut sein. Die Erwartungshaltung der Deutschen ist nach den letzten beiden ESC-Teilnahmen ohnehin alles andere als hoch, ein Abschneiden im Mittelfeld würde bereits als Riesen-Erfolg gewertet werden. Schulz, der mehrere Fremdsprachen fließend spricht, hat bereits ganz konkrete Vorstellungen, was seinen Song betrifft: „Sie wissen ja, mir liegt Europa am Herzen. Ein Lied über die sozialen Errungenschaften in Europa – und das in sämtlichen Sprachen der EU-Mitgliedsländer – wäre meines Erachtens eine Botschaft, die jeder gern hört und bei all meinen Freunden in Europa gut ankommen sollte!“

Die Kanzlerschaft für Martin Schulz hat offenbar (noch) nicht sein sollen. Die europäische Bühne ist nun mal seins, der angekündigte Schritt verwundert so gesehen nicht. Und sollte er mit seiner Stimme für Europa tatsächlich beim Song Contest reüssieren – wer weiß, vielleicht klappt’s ja dann beim nächsten Mal tatsächlich auch im eigenen Land mit dem Schulz-Effekt!

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