Stronach: Live-Blutdruck-Anzeige tatsächlicher Grund für Sommergespräch-Absage

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Neuerlicher Rückschlag für den ORF: Nachdem man beim Bieterverfahren für die UEFA Champions League nur noch Viertel-Rechte erwerben konnte und es mehr als ungewiss ist, ob man in Zukunft überhaupt noch Skirennen mit Marcel Hirscher & Co. im ORF live bewundern wird können, setzte es diese Woche mit der Absage Frank Stronachs für das Sommergespräch 2017 eine weitere herbe Niederlage. Eigentlich hätte dieser Showdown am Küniglberg das TV-Ereignis des Jahres für eine eher quotenschwache Saison werden sollen. Während in der Öffentlichkeit als Ursache für die Absage rechtliche Streitigkeiten zwischen dem Sender und Frank Stronach angegeben wurden, dürfte der wahre Grund darin gelegen sein, dass der Austro-Kanadier eine Live-Anzeige seines Blutdrucks beim Sommergespräch verweigert hatte.


Wie aus vertraulichen Informationen hervorgeht, die dem Falter und der Entenpost zugespielt wurden, hatte der ORF gemeinsam mit diversen Anbietern von Live-Wetten einen Deal ausgehandelt, der für beide Seiten eine gehörige Win-Win-Situation bedeutet hätte: Ähnlich wie bei der Übertragung des Hahnenkamm-Rennens aus Kitzbühel, bei dem die Geschwindigkeit der Abfahrer während der Fahrt angezeigt wird, hätte bei dem Sommergespräch der Blutdruck Frank Stronachs in Echtzeit mittels Grafik am Bildschirmrand eingeblendet werden sollen.

bwin-Pressesprecher Erwin Schirmhandel zeigte sich nach der Absage des Milliardärs entsprechend enttäuscht: „Wir hätten gehofft, dass Frank Stronach mehr Sportsgeist beweisen würde! Es war geplant, dass unsere Kunden bei dem Gespräch auf alles mögliche wetten können, vom Spitzenwert des arteriellen Drucks bis hin zur Häufigkeit des Überschreitens eines für Normalsterbliche lebensbedrohlichen Schwellwertes. Nicht nur für unsere Kunden, auch für die nicht-wettenden TV-Zuseher hätte dieses Sommergespräch sicherlich ein ganz besonderes Ereignis werden können, aus dem jetzt leider nichts werden wird.“

Anhand mehrerer Reizthemen wie Todesstrafe, Frauen oder den zahlreichen Parteiaustritten beim Team Stronach hätte der ORF versuchen sollen, den gemessenen Blutdruck-Wert immer wieder auf über 180 steigen zu lassen, um ihn mit zwischenzeitlich eingestreuten und eher unverfänglichen Wirtschaftsfragen wieder auf ein Normalmaß sinken zu lassen. Das Sommergespräch wäre sicherheitshalber von zwei Kardiologen überwacht worden, die das Interview im Ernstfall jederzeit abbrechen hätten können. Ein Ereignis, auf das man bei Admiral und Mr. Green genauso hätte wetten können wie auf das vorzeitige Verlassen des Studios durch Frank Stronach.

Um zu retten, was zu retten ist, strahlt der ORF kommende Woche eine Wiederholung des Sommergesprächs mit Frank Stronach aus dem Jahr 2015 aus. Der Sender rechtfertigt diese Wiederholung damit, dass sich beim Team Stronach seit damals ausschließlich personell etwas verändert habe, das Gespräch daher inhaltich nach wie vor topaktuell sei und die neuerliche Ausstrahlung somit wahrscheinlich ohnehin den wenigsten Zusehern auffallen werde.

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