Zu dunkle Pommes: EU empfiehlt Tipp eines Salzburger Hütten­wirts für gesunde Bräune

Bildquellen: Pixabay & www.tiroler-nussoel.de

In der hitzigen Diskussion um zu knusprig frittierte Pommes und zu dunkle Schnitzelparnier – Stichwort EU-Acrylamidverordnung – dürfte nun eine praktikable Lösung gefunden worden sein, mit der wohl alle Seiten leben können: Um eine gesundheitsgefährdende Bräune zu vermeiden, schließt sich die EU-Kommission dem Vorschlag eines findigen Salzburger Gastronomens an und empfiehlt für die Fritteuse Tiroler Nussöl. Auch für Toastbrot zeichnet sich bereits eine Lösung ab.


Hüttenwirt Sepp Unterweger aus dem Salzburger Filzmoos erläutert im Gespräch mit der Entenpost, wie sein Vorschlag den Weg in die Brüsseler Amtstuben und den Sanktus der EU-Kommission gefunden hat: „Mir geht diese reflexartige Jammerei der Wirte bei jeder neuen Gastronomie-Verordnung der EU gehörig auf den Zeiger. Die Gesundheit unserer Konsumenten muss uns schließlich ein prioritäres Anliegen sein. Ich sag immer: In einem AKW gibt’s auch ein paar Sicherheitsauflagen, da werden uns das bisserl Allergen-Kennzeichnungspflicht oder jetzt eben die Farbguides für die Bräunung von Pommes & Co ja wirklich nicht umbringen!“

Stattdessen seien kreative Lösungen und ein bisschen Hirnschmalz gefragt, so Unterweger: „Einer meiner Gäste hat sich auf unserer Sonnenterrasse vor kurzem mit Tiroler Nussöl eingeschmiert. Das Versprechen ‚leichte, natürliche Bräune und ein seidiges Gefühl‘ auf der Flasche hat mich dann auf die Idee gebracht, dieses Öl einmal in der Fritteuse zu probieren. Und siehe da – die Schnitzeln und Pommes hatten exakt jene Bräunung, die der neue Farbguide der EU vorschreibt. Und der leicht nussige Geschmack ist ohnehin ein zusätzlicher Gewinn!“

Der Wirt fackelte nicht lange und wandte sich mit seinem ‚heißen Tipp‘ direkt an den zuständigen EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis, der den Vorschlag des Hüttenwirtes grandios fand und die EU-Acrylamidverordnung sogleich um die Empfehlung zur Verwendung von Tiroler Nussöl ergänzte.

Auch für Toastbrot dürfte sich eine einfache Lösung abzeichnen: Nivea arbeitet dem Vernehmen nach bereits an einer Butter, die aus Sonnenmilch hergestellt wird und mit einem entsprechenden Bräunungsfaktor ausgestattet ist, der verhindern soll, dass Toastscheiben trotz übermäßiger Hitze ein zu dunkles Braun erlangen oder gar verbrennen.

Wer weiß – wenn Tiroler Nussöl noch um ungesättigte Omega-3 Fettsäuren ergänzt wird, schaffen es Fritten und Wiener Schnitzel vielleicht sogar, dem Apfel als tägliche Gesundheitsempfehlung den Rang abzulaufen!

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