#MeToo-Debatte: Peter Seisen­bacher solidarisiert sich mit Nina Proll und entlastet Peter Pilz

Bild-Quelle: Manfred Werner / TsuiEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

In der teils hochemotionalen Debatte um Vorwürfe der sexuellen Belästigung gehen nach wie vor die Wogen hoch: Während die einen das Ende jedes stinknormalen Flirtversuchs heraufbeschwören und das ganze als reine Spinnerei einiger weniger Extrem-Feministinnen abtun, ist es für die anderen höchst an der Zeit, dass die Opfer endlich ihr Schweigen brechen und dieses Thema die breite Öffentlichkeit erreicht. Ersteres Lager, angeführt von der Schauspielerin Nina Proll, die sich in den sozialen Medien von der sogenannten #MeToo-Debatte genervt gezeigt hatte, erfährt nun prominente Unterstützung: Der zweifache österreichische Judo-Olympiasieger Peter Seisenbacher stellt sich voll und ganz hinter die Äußerungen Prolls. Auch als Entlastungszeuge für Peter Pilz bringt sich der ehemalige Judoka ins Spiel.


Der dreifache österreichische Sportler des Jahres, der derzeit in seinem Urlaubsdomizil in der Ukraine weilt, postete auf seiner Facebook-Seite: „Nina Proll ist einfach toll! In Zeiten des immer kranker werdenden Mainstreams, was Sexismus und Frauenfeindlichkeit betrifft, braucht es eloquente und furchtlose Frauen wie Nina Proll. Danke Nina für deine ehrlichen Worte und die gesunde Einordnung dieses Problems. Wir brauchen starke Frauen wie dich, denn die können sich jederzeit selber wehren – und das schätzen und respektieren wir Männer am meisten!“

Auch zu den Anschuldigungen gegenüber Peter Pilz beim Forum Alpbach 2013 nimmt Seisenbacher auf Facebook Stellung: „Ich kann mich nicht mehr ganz genau an den damaligen Abend in Alpbach erinnern, der Pilz und ich hatten schließlich ordentlich was geschnapselt. Mich haut ja bekanntlich nicht so schnell was um, aber nach so vielen Stamperln konnten wir uns beide kaum noch auf den Beinen halten. Der Peter musste sich daraufhin mehrmals bei dieser Frau abstützen, sonst wäre er wahrscheinlich zu Boden gegangen. Dass eine Frau einem Mann, der aus der Not heraus gehandelt hat, diese Geste als sexuelle Belästigung auslegt, finde ich unerhört und total krank!“

Felix Baumgarnter, ehemaliger All-Springer und jetziger leidenschaftlicher Männerrechts-Aktivist, zeigte sich auf seiner Facebook-Seite angetan von Seisenbachers Kommentaren: „Danke Peter, meine Worte, ich hätte es selbst nicht besser formulieren können. Gehen wir mal gemeinsam was trinken? Besser nicht in Österreich, dort hast du nämlich schnell einmal wegen ein paar Kindereien die Justiz am Hals!“

Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
CO2-Spartipps für Männer, die nicht auf Vollgas und satte PS verzichten wollen

Für echte Männer, die etwas auf sich halten, ist CO2-Sparen beim Autofahren naturgemäß eher etwas für Loser. Weniger PS unter...

Schließen