Gerüchte über Ende von unzensuriert.at: Blümel beschwichtigt

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Unruhe in der österreichischen Medienbranche: Am Mittwoch sind Spekulationen aufgetaucht, wonach die als FPÖ-nahe geltende Plattform unzensuriert.at eingestellt werden soll. Hinweise auf das Ende der Website gab es schon länger. Spätestens seit dem Wechsel des Unzensuriert-Verantwortlichen Alexander Höferl ins Innenressort und seiner Bestellung als Kommunikationsleiter von Herbert Kickl verdichteten sich jedoch die Gerüchte über das Ende der Plattform. Mangelnde journalistische Qualität und teils recht extrem anmutende Ansichten könnten dem Vernehmen nach unzensuriert.at nun zum Verhängnis werden.


Die oberösterreichische Zeitung „Wochenblick“ hatte zuvor von entsprechenden Gerüchten berichtet. Hintergrund der Spekulationen um ein mögliches Aus für das von Martin Graf initiierte unzensuriert.at dürften die jüngsten Beteuerungen namhafter FPÖ-Politiker gewesen sein, jegliche Form des Extremismus zu verurteilen. Das Blatt war in der Vergangenheit immer wieder mit teilweise recht extremen Anschauungen und entsprechenden Artikeln auffällig geworden.

FPÖ-Mediensprecher Hans-Jörg Jenewein nahm neben diversen Unzensuriert-Journalisten vor allem die häufig extrem unseriöse Berichterstattung der Plattform ins Visier: „Alternative Fakten sind schön und gut, aber wir brauchen und fördern natürlich kein Fake-News-Medium, das ständig zur Veröffentlichung von Widerrufs-Meldung gezwungen werden muss!“

ÖVP-Medienminister Gernot Blümel hingegen wollte sich an Spekulationen über das kolportierte Aus der Plattform nicht beteiligen. „Das ist eines von sehr vielen Gerüchten, die derzeit zu medienpolitischen Fragen umgehen. Wir wollen uns aber mit medienpolitischen Inhalten, nicht mit Gerüchten ohne Grundlage beschäftigen“, hieß es dazu aus dem Büro des Medienministeriums.

Im Internet haben sich unterdessen unter dem Hashtag #safeUnzensuriert erste Aktivisten für den Fortbestand der Plattform organisiert und sammeln Unterschriften zur Rettung von unzensuriert.at. Besorgt reagierten die NEOS. „Finger weg von der Meinungsvielfalt“, warnte Mediensprecherin Claudia Gamon.

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