Ohne Umwege ins Ziel: ÖSV mit neuem Navi-Hauptsponsor

Bild-Quellen: GranadaEigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Link & Unbekannt – SVG erstellt mit Inkscape, Logo, Link; Bildbearbeitung mit GIMP

So bitter die ungewollten Irrfahrten der Langläuferin Teresa Stadlober und der Slalom-Spezialistin Bernadette Schild für die beiden Athletinnen bei den olympischen Winterspielen in PyeongChang auch gewesen sein mögen – für den Österreichischen Skiverband (ÖSV) scheinen sich die ‚Umwege‘ der beiden Sportlerinnen im Nachhinein bezahlt zu machen: Der niederländische Navigationssystemhersteller TomTom hat Interesse daran bekundet, künftig A1 als bisherigen Hauptsponsor des ÖSV abzulösen.


Tom Henkel, Pressesprecher von TomTom für den deutschsprachigen Raum, auf die Frage, wie der holländische Navi-Hersteller auf den ÖSV gekommen sei: „Das war natürlich eine aufgelegte Partie: Mit unseren Navigationssystemen kommt jeder korrekt und auf schnellstem Weg zum Ziel. Dass Teresa Stadlober beim 30km-Rennen falsch abgebogen ist, wäre ihr mit einem unserer GPS-Geräte definitv nicht passiert! Unser Motto ‚Goldrichtig unterwegs!‘ soll beim ÖSV in Zukunft für jede Menge Medaillen sorgen!“

Auch Bernadette Schild, die beim Olympia-Slalom auf dem Weg zu Gold die Vertikale ins Flache von der falschen Seite gefahren war, hätte wohl bei ihrem Lauf von den Richtungsanweisungen eines Navi profitiert. Dazu ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel: „Wenn du als Athlet ständig überlegen musst, wie die nächsten Meter zu fahren sind, kostet dich das wertvolle Hundertstel – oder gar eine Medaille! Wenn unser neuer Partner TomTom all unsere Läuferinnen und Läufer mit Navis ausstattet, die ihnen vom Start bis ins Ziel Anweisungen für die optimale Route geben, kann die Konkurrenz wachseln was sie will – wir werden ganz klar vorne sein!“

Neben neuen Trainingsmethoden hält beim ÖSV nun offenbar das digitale Zeitalter Einzug. Und wer weiß – vielleicht kann man ja mit einem Navi auch dafür sorgen, dass die heimischen Skispringer beim Anlauf wieder die ideale Linie finden. Oder beim Skeleton die Athleten in den Kurven millimetergenaue Anweisungen bekommen, die dann im Ziel für die nötigen Tausendstel Sekunden Vorsprung sorgen. Falsch abbiegen war jedenfalls gestern – Peking kann kommen!

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