Fleischer­vebände schlagen Alarm: Immer mehr Gemüse mit multi­resis­ten­ten Keimen be­lastet

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Diese Nachricht dürfte ernährungsbewussten Vegetarieren und Veganern ganz und gar nicht schmecken: Was auf den ersten Blick gesund und lecker aussieht, kann ganz schön gefährlich sein! Lebensmittelanalytiker der Fachhochschule Münster haben Gemüse genauer unter die Lupe genommen – und dabei hat sich gezeigt, dass gut die Hälfte der untersuchten Produkte mit multiresistenten Keimen belastet war. Infektionen mit diesen widerstandsfähigen Bakterien können mit aktuellen Antibiotika nicht behandelt werden! Fleischerverbände aus Österreich und Deutschland schlagen nun Alarm und warnen vor einem übermäßigen Konsum von Erdäpfeln, Salat & Co.!


Für Ludwig Kerschbichler, Pressesprecher des Fleischerverbandes Österreich, kommen die Ergebnisse aus Münster nicht überraschend: „Wir haben schon immer vermutet, dass die in der Landwirtschaft übliche Massenpflanzenhaltung einen geradezu idealen Nährboden für Keime aller Art bietet. Schauen Sie sich ein typisches Tomatenfeld an: Da raufen sich die armen Pflanzen auf engstem Raum um jeden Zentimeter Erde und jeder Paradeiser muss erbittert darum kämpfen, zumindest ein paar Sonnenstrahlen zu erheischen. Kein Wunder, dass sich bei diesen unnatürlichen Bedingungen resistente Keime vom Typ MRSA, ESBL und dergleichen wie ein Lauffeuer im Gemüse ausbreiten!“

Beim deutschen Fleischer-Verband sieht man die Chance, endlich mit einer schon länger grassierenden Verschwörungstheorie aufräumen zu können. Verbands-Vorstand Ignaz Rosenwurzer: „Jahrelang haben Vegetarier und Veganer das Gerücht verbreitet, dass Fleisch auf Grund des übermäßigen Einsatzes von Antibiotika zunehmend mit multiresistenten Keimen kontaminiert sei. Das mag zwar vereinzelt tatsächlich der Fall sein, doch wie die Untersuchungen aus Münster zeigen, sind die Ursache in Wirklichkeit die Gemüsefelder, die sich in unmittelbarer Nähe der Mastställe befinden. Über Staubpartikel von diesen Feldern gelangen offenbar Aerosole in die Ställe und belasten dort die Tiere!“

Wer trotz dieser Warnung auch künftig nicht auf seinen Salat verzichten möchte, dem empfehlen die Fleischerverbände, Eisberg, Lollo und Chinakohl vor dem Verzehr für mehrere Minuten ordentlich zu erhitzen, um so wie beim Fleisch das Risiko einer Keiminfektion zu minimieren. Doch wer wirklich ganz sicher gehen möchte, der genießt zu seinem Schnitzel ab sofort am besten nur noch Wurstsalat!

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