Gähnen und Faxen bei jugendlichen AMS-Bewerbern: Kickl fordert Benimm-Guide

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Ist Jugendlichen heutzutage nur noch ihr Handy wichtig und alles andere zunehmend egal? Mangelt es der jungen Generation an Respekt? Wissen viele nicht mehr, was der Anstand gebietet!? Wenn es nach den MitarbeiterInnen des Arbeitsmarktservice und den von ihnen gemachten Erfahrungen bei Bewerbungsgesprächen mit Jugendlichen geht, dann lautet die Antwort eindeutig Ja!


Hannelore W., Mitarbeiterin in der AMS-Zweigstelle Laxenburger Straße in Wien Favoriten, schildert ihre unfassbaren Erlebnisse aus den täglichen Gesprächen mit jugendlichen Arbeitslosen: „Du richtest eine Frage an den Bewerber – und erntest ein bewusst zur Schau gestelltes Gähnen! Oder der Jugendliche blickt alle paar Sekunden ostentativ auf seine Uhr. Einmal habe ich eine Bewerberin aufgefordert, etwas mehr Ernst an den Tag zu legen, da hat sie als Reaktion gar einen Affen imitiert. Ich kann es nicht anders sagen: Bei den Faxen, der Gestik und Mimik, die einem in diesen Bewerbungsgesprächen entgegenschlagen, fühlt man sich häufig regelrecht verarscht!“

Zahlreiche weitere AMS-MitarbeiterInnen schildern ähnliche Probleme: Völliges Desinteresse, unglaubliche Respektlosigkeit, totale Gleichgültigkeit. Herbert Kickl, seines Zeichens Österreichs oberster Sittenwächter und Innenminister, reagierte empört auf die Erfahrungsberichte beim AMS: „Derlei Zuständen muss schleunigst Einhalt geboten werden. Unser Steuergeld wird dafür verwendet, dass diesen Rotzlöffeln ein Job vermittelt wird! Da wird es wohl nicht zuviel verlangt sein, dass sie sich ernsthaft auf diese Termine vorbereiten und sich dort dann zu benehmen wissen!“

Kickl fordert als sofortige Konsequenz einen rigiden Benimm-Guide für AMS-Bewerbungsgespräche. Wer diesen Regeln nicht nachkomme, dem solle ohne Wenn und Aber die Arbeitslose gestrichen werden. Oder notfalls auch gleich abgeschoben werden können.

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