Zurück zum Bewährten: Hofer testet Aufhebung des Rauchverbots in der U6

Bild-Quellen: CC BY-SA 3.0, Link & GüntherBillesSelf-photographed, Public Domain, Link & Pixabay; Bildbearbeitung mit GIMP

In der Bildungspolitik wird es bereits vorexerziert: Jede Menge Fehlkonstruktionen und Irrwege der letzten Jahre und Jahrzehnte werden durch Türkis-Blau gerade korrigiert. Ob Noten, Leistungsklassen oder Sitzenbleiben: Die Devise lautet ‚Zurück zum Bewährten‚! Das dürfte offenbar schon in Kürze auch beim U-Bahn-Fahren in Wien gelten: Geht es nach Infrastrukturminister Norbert Hofer, soll nämlich das Rauchverbot auf der Linie U6 testweise aufgehoben werden.


Hofer, der zuletzt schon mit der Anhebung der Promille-Grenze für Autofahrer im Weinviertel für Aufsehen gesorgt hatte, begründete seinen neuesten Pilotversuch folgendermaßen: „Der Anstand gebietet einem natürlich, neben einer Person, die isst, aus Rücksichtnahme nicht zu rauchen. Dadurch, dass sich die Wiener Linien dazu entschieden haben, in der U6 ein generelles Essverbot zu verhängen, spricht mittlerweile allerdings nichts mehr dagegen, dass wir dort das bewährte Nebeneinander von Rauchern und Nichtrauchern wiederherstellen und das geltende Rauchverbot aufheben.“

Für die Umwelt sei es ohnehin besser, würden die Fahrgäste in der U-Bahn und nicht im Freien rauchen, so Hofer, selbst leidenschaftlicher Passivraucher: „Kein Wunder, dass in den letzten Jahrzehnten die CO2-Belastung in die Höhe geschossen ist – wir zwingen schließlich immer mehr Raucher dazu, ihrer Leidenschaft nur noch an der frischen Luft zu frönen. Wir sind es unseren Kindern und unserer Umwelt schuldig, dass wir hier diese Fehlentwicklungen der Vergangenheit rückgängig machen.“

Bei den Wiener Linien sieht man den Pilotversuch des Infrastrukturministers durchaus positiv, erhofft man sich doch durch die Aufhebung des Rauchverbots, neue Fahrgastschichten anzusprechen. Sollte das Angebot auf der U6 gut angenommen werden, könne man überlegen, gemeinsam mit dem generellen Essverbot ab Anfang nächsten Jahres die Raucherlaubnis auf alle Züge im Wiener U-Bahn-Netz auszudehnen. Und dann hoffentlich das Anbringen der Essverbot-Piktogramme und der Aschenbecher gleich in einem Aufwaschen erledigen!

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