‚Wind-Spiele‘ in PyeongChang: Alpin-Rennen mit Kitesurf-Ausrüstung

Bild-Quellen: StefanvanderkampEigenes Werk, CC BY 3.0, Link & Pixabay; Bildbearbeitung mit GIMP

Die Winterspiele in PyeongChang sind erst wenige Tage alt – und gehen dennoch schon jetzt als die ‚Wind-Spiele‘ in die olympischen Geschichtsbücher ein. Besonders hart hat es die Alpin-Bewerbe getroffen, hier mussten die ersten Bewerbe allesamt wegen zu starkem Gegenwind abgesagt werden. Um den Terminkalender nicht noch mehr durcheinander zu bringen, soll nun aus der Not eine Tugend gemacht werden: Sämtliche Rennläufer bekommen eine Kitesurf-Ausrüstung und müssen den Hang von unten nach oben bezwingen.


Der Chef des internationalen olympischen Komitees, Thomas Bach, bestätigt die diesbezügliche Reglement-Änderung: „Wir müssen hier in PyeongChang nun einmal mit dem Wind leben und richten uns daher ab sofort bei den Alpin-Bewerben ganz nach ihm: Sollte es morgen wieder so wie heute orkanartige Böen geben, sprich Windgeschwindigkeiten jenseits von 120 km/h, dann werden wir den abgesagten Abfahrtslauf nachholen. Sollte der Wind entgegen der Vorhersage schwächer ausfallen, gibt’s entweder einen Super-G oder einen Riesentorlauf.“

Während der Lenkdrache und das Board für die meisten Rennläufer keine allzugroße Umstellung bedeutet, dürfte die umgekehrte Fahrtrichtung – vom Ziel unten zum Start oben – für so manchen Athleten eine gewisse Herausforderung werden. Marcel Hirscher: „Die Besichtigung des Hanges von unten nach oben ist schon ziemlich ungewohnt. Und dass man jetzt vor dem Rennen den Lauf vom Ziel zum Start durchgehen muss, ist natürlich heftig! Die größte Herausforderung wird allerdings sein, am Ende des Rennens den letzten Schwung so zu setzen, dass man die enge Passage ins Starthaus erwischt!“

Doch wie die meisten Rennläufer ist man auch im ÖSV-Team froh, dass es nun trotz Windes endlich losgehen kann und durch den Lenkdrachen für alle faire und gleiche Bedingungen gelten. Sollte sich die Kitesurf-Premiere in PyeongChang bewähren, könnte diese auch im Ski-Weltcup Einzug halten – um auch dort in Zukunft so manche windbedingte Absage zu verhindern!

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