Unfassbar: Wir sind heuer zwei Mal Nobel­preis!

Satire-Nobelpreis 2019 geht an Die Entenpost
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War schon der Literatur-Nobelpreis 2019 für den österreichischen Schriftsteller Peter Handke eine kleine Überraschung, kommt der diesjährige Satire-Nobelpreis einer Riesen-Sensation gleich: Dieser geht – nicht unverdient aber doch einigermaßen unerwartet – an Die Entenpost! Das österreichische Satireportal erhält damit die wohl bedeutendste Auszeichung des schwedischen Nobelpreis-Komitees und lässt die Alpenrepublik in diesem Jahr gleich zwei Mal jubeln!


Vor der Vergabe des Satire-Nobelpreises lagen die Wettquoten für die Entenpost unter ferner liefen. Großer Favorit bei den Buchmachern war eindeutig das US-amerikanische Satire-Magazin ‚The Onion‘. Wenn jemand auf ein europäisches Satire-Portal gesetzt hatte, dann am ehesten noch auf oe24.at!

Doch für die Schwedische Akademie war offenbar nicht Größe und Reichweite allein ausschlaggebend! Die Entenpost, ihren Lesern bekannt für den schrägen Humor, erhält den Satire-Nobelpreis ‚für ihr einflussreiches Werk, das mit unglaublichem Witz und sprachlicher Genialität die Peripherie sowie die Spezifizität der menschlichen Erfahrung analysiert‘, so die Begründung des Nobelpreis-Komittees.

Artikel wie der Umgefallene Sack Mais in China, die vorübergehende Schließung der Hölle wegen dringender Sanierungsarbeiten oder jener über das wenig befriedigende Abschneiden diverser Religionen bei Stiftung Warentest dürften es der Schwedische Akademie angetan und in ihrer Entscheidung maßgeblich beeinflusst haben.

Zwar ist der Satire-Nobelpreis traditionell ein reiner Prestige-Preis, der im Unterschied zu den weniger bedeutenden Auszeichnungen wie dem Chemie- oder Friedens-Nobelpreis mit keinerlei Preisgeld honoriert wird, die Freude darüber ist dennoch riesengroß. Nicht nur bei den Machern der Entenpost sondern bei allen Österreichern! Denn ob WM-Medaille, Oscar, Olympia-Gold oder eben Nobelpreis, jeder hat dazu beigetragen und daher wird auch gemeinsam gewonnen. In diesem Sinne: Wir sind Nobelpreis – und das heuer gleich zwei Mal!